Schlosskapelle

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Die Kapelle wurde um 1680 nachträglich im Schloss eingebaut. Bauherr war Johann Wolfgang Freiherr von Tauffkirchen (*31.12.1637, + 14.1.1698). Die Kapelle geht über zwei Stockwerke und wurde um 1730 – 1735 unter Joseph Guido Xaver Adam Felix Reichsgraf von Tauffkirchen (*1694, +22.2.1767) und dessen Gemahlin Maria Theresia Freiin von Closen auf Haidenburg, verändert (Tabernakel, Hochaltargemälde, Aufsatzgemälde, Errichtung eines Kreuzweges). 1935 wurde sie unter Hans Thomas Steinbrener (* 9.5.1891, + 11.7.1975) renoviert.

Stuck

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Flachdecke mit Stuckaturen von dem Carloneschüler Giovanni Pietro Camuzzi (1650-1724). Der Stuck ist mit Wappenkartuschen und Engeln reich verziert. Auch die Türumrahmungen, welche in Stuck ausgeführt sind, stammen von ihm, ebenso die vier Evangelisten.

Hochaltar

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Ursprünglich weißer Stuckaltar, 1935 marmoriert. Der Altar stammt von Camuzzi (eventuell unter Mitwirkung von Andrea Solari). Um 1730-1735 überarbeitet. Das Altarblatt stellt den Heiligen Sebastian dar. Am Aufsatzgemälde ist der Heilige Florian dargestellt. Beide Gemälde stammen vom Maler Paul Erlmüller aus dem Jahr 1731. Tabernakel aus der Zeit um 1730.

Deckengemälde

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Im Deckengemälde oberhalb des Hochaltars ist die Heilige Dreifaltigkeit dargestellt. In jenem oberhalb der Orgelempore die Himmelfahrt Mariens. Beide Gemälde entstanden zeitgleich mit dem Stuck um 1680. Der Maler ist nicht bekannt, es kommt jedoch hierfür Antonius Perdold bzw. der in Triftern beheimatete Maler Carl Adam in Betracht.

Orgelempore und Oratorien

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Beide Oratorien sind nur Attrappen. Insgesamt 15 Gemälde an der Emporenbrüstung stellen den Freudenreichen, Schmerzhaften und Glorreichen Rosenkranz dar. Sie bedecken die Emporenbrüstung und in gleicher Höhe die linke und rechte Kapellenwand. Der Künstler ist nicht bekannt. Die Gemälde werden der Passauer Schule zugeschrieben und entstanden um 1690.

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Heiligenfigur
Deckengemälde und Stuck
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